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Flugplatz ohne Winterschlaf

Mo, 22. Feb 2010

Auch wenn sich sportlich im Moment bei den Segelfliegern in Königsdorf aufgrund mangelnder Thermik wenig tut, so sind die Flugsportler im Winter beileibe nicht untätig.

Auch ohne Aufwind ist immer etwas los

Runter vom Himmel, rein in die Werkstatt: Jürgen Steinborn bei der Inspektion des vereinseigenen Motorseglers vom Typ Dimona.

Trotz der strengen Frostperiode, die uns die letzten Wochen fest im Griff hatte und die eher an Wintersport als ans Segelfliegen denken lässt, laufen die Vorbereitungen auf die neue Flugsaison am Segelflugzentrum Königsdorf auf Hochtouren. Wartungsarbeiten an den Flugzeugen sind zu erledigen und um den Flugsport so billig wie möglich durchführen zu können, erfolgen all diese Arbeiten auf ehrenamtlicher Basis. Mit Sepp Eberl, Matthias Sauer und Josef Schmutterer gibt es Motorwarte für Motorsegler und Schleppmaschine. Heike Baumann organisiert und überwacht als Werkstattleiter die Arbeiten an den vereinseigenen Segelflugzeugen. Unter der fachkundigen Anleitung werden die durch strenge Sicherheitsvorschriften vorgeschriebenen Kontrollen durchgeführt und wenn nötig Reparaturen ausgeführt.

Flugschüler drücken die Fliegerschulbank

Neben diesen Werkstatttätigkeiten findet im Winter auch der Theorieunterricht für die Flugschüler statt. Zum Erwerb der Pilotenlizenz gehört neben der praktischen Fliegerei auch jede Menge Theorie über Luftrecht, Navigation, Meteorologie und Flugzeugtechnik. Alle Eventualitäten der Flugpraxis werden unter dem Titel Verhalten in besonderen Fällen behandelt. Hier werden schon in der Theorie die Handlungsmöglichkeiten durchgespielt, die ein Segelflugpilot hat, wenn er in eine besondere Situation gerät. Hierzu zählt z.B. die Auswahl eines geeigneten Landefeldes, für den Fall, dass ein Streckensegelflug mangels Thermik nicht zu Ende geführt werden kann. Bewuchs, Länge, Neigung, Hindernisse im Anflug und Windrichtung müssen dann richtig eingeschätzt werden. Übrigens verfügt auch Chesley Sullenberger, der US-Airways-Pilot dem vor ziemlich genau einem Jahr die spektakuläre Landung seines antriebslosen Airbus auf dem Hudson gelang, über eine Segelflugausbildung. Luftfahrtexperten sehen gerade hierin die Grundlage für sein schnelles und zielgerichtetes Handeln in dieser außergewöhnlichen Ausgangslage.

Die ebenfalls ehrenamtlichen 23 Fluglehrer, darunter auch zwei Fluglehrerinnen, des Flugplatzes unter Leitung von Gruppenfluglehrer Christoph Kraul betreuten 2009 insgesamt über 60 Flugschüler sowie eine 10 köpfige Gruppe, die einen Schnupperkurs absolvierten. 21 Flugschüler konnten ihren ersten Alleinflug machen und 12 nach der theoretischen Prüfung auch ihre praktische Flugprüfung erfolgreich absolvieren.

Der persönliche Einsatz vieler Vereinsmitglieder und die damit verbundene Kosteneinsparung trägt dazu bei den Segelflugsport billig zu gestalten. Dadurch ist gerade der Zuwachs an jugendlichen Nachwuchspiloten enorm hoch. Bereits im Alter von 14 Jahren kann die Ausbildung zum Segelflugzeugführer begonnen werden, ein Höchstalter gibt es keines. Nicht umsonst wurden die Segelflieger bereits mehrfach für Ihre hervorragende Jugendarbeit ausgezeichnet, sei es das ”Grüne Band” der Dresdner Bank für die beste Jugendarbeit in Deutschland, oder der Förderpreis der Stiftung der Kreissparkasse für hervorragende Jugendarbeit. Interessenten können sich unter 08171-216465 mit Herrn Uwe Reumuth in Verbindung setzen.

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