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Dem Himmel ein Stück näher

Di, 25. Mai 2010

Das Pfingstfluglager auf dem Segelflugzentrum Königsdorf zielt auf die Idee ab, „Nichtflieger“ innerhalb der zwei Wochen zu Piloten zu machen. Von null auf hundert erleben die 21Teilnehmer täglich mehrmals bei jedem Start an der Elektrowinde.

Segelflieger Einsteigerkurs hebt ab

In nur drei Sekunden beschleunigt die Winde das Fluggerät auf 100 km/h und nur wenige Augenblicke später klinkt das Kunststoffseil aus und der Segelflieger schwebt lautlos in gut 400 Meter Höhe über dem Königsdorfer Moor.

„Segelfliegen war schon ein Jugendtraum“

Vater und Tochter beim Segelflugeinsteigerkurs: Tochter Julia wartet im Cockpit auf ihren nächsten Start, während Vater Martin Starthilfe leistet.

Begonnen hat alles am Pfingstsamstag mit der Begrüßung der Teilnehmer unter denen auch sechs weibliche Teilnehmerinnen sind. Sie genießen allerdings keine Allüren, sondern packen, genau wie ihre männlichen Kollegen mit an, wenn es darum geht die Seile mit dem Rückholfahrzeug von der Winde zur Startstelle zu holen, oder das 360 kg schwere Schulflugzeug nach der Landung wieder an die Startstelle zurückzuschieben. Mit 14 Jahren ist Julia Hartwanger aus Geretsried eine der vier jüngsten Mädchen im Kreis. Dass Segelfliegen die Generationen verbindet zeigt dass sie den Einsteigerkurs gemeinsam mit ihrem Vater besucht.

Erst Theorie, dann Praxis

Ralf Würzburg (links) und Alico Sternbeck (rechts) überprüfen abends die Akkus der Elektro-Startwinde

Zunächst gab es einen Crashkurs Theorie, wo den Teilnehmern die wichtigsten Grundlagen des Fliegens und auch bestimmte Verhaltensregeln am Flugplatz beigebracht wurden. Danach ging es dann für alle bereits in die Luft und seither konnte fast jeden Tag eifrig trainiert werden. Bis zu 123 Starts wurden pro Tag mit drei doppelsitzigen Flugzeugen mit jeweils einem Fluglehrer durchgeführt. Das Ganze zu einhundert Prozent lärm- und abgasfrei, da die Königsdorfer Segelflieger seit vielen Jahren über eine umweltfreundliche Elektrowinde verfügen. Für den reibungsvollen Flugbetrieb sorgen hierbei neben den Fluglehrern viele weitere freiwillige ehrenamtliche Helfer, die Dienste wie Windenfahrer, Seilrückholdienst, Flugleitung und vieles mehr übernehmen. Hier wird die Kameradschaft, die es unter den Segelfliegern gibt deutlich, denn alleine kommt niemand in die Luft, jeder ist auf den anderen angewiesen.

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