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Ausbau der Windenstrecke in Königsdorf

Sa, 18. Sep 2010

Nicht nur die Königsdorfer Segelflieger waren dieses Jahr durch die vielen Regenfälle stark in ihrem Hobby beeinträchtigt. Allerdings führten die Wassermassen dieses Jahr auch häufig dazu, dass Teile des Flugplatzes aufgrund der unmittelbaren Nachbarschaft zum Königsdorfer Moor unter Wasser standen und nicht nutzbar waren.

Förderung des ökologischen Windenstarts

Durch den Ausbau der Rückholstrecke für die Windenseile will man am Segelflugzentrum Königsdorf zukünftig auch nach längerem Regen schnell wieder den ökologischen Windenstart nutzen können.

Besonders betroffen war hierbei die sogenannte „Lepostrecke“, auf der die Seile von der Startwinde an die Startstelle gebracht werden. „Lepo ist abgeleitet aus dem ersten Seilrückholfahrzeug, das es gab und welches ein Opel war. Damals hat man dann den Namen einfach rückwärts gelesen und so wurde aus Opel Lepo“, erklärt Pressesprecher Mathias Schunk die abstrakte Wortfindung. Um zukünftig auch nach längeren Schlechtwetterphasen den Windenstart schneller wieder betreiben zu können, haben die Piloten sich entschlossen diese Lepostrecke zu sanieren. Mit größerem Baugerät wird daher momentan der alte, teilweise sumpfige Weg abgetragen und anschließend wieder aufgeschüttet. Ökologisch, abgasfrei und superleise. Inzwischen in der siebten Flugsaison werden die Königsdorfer Segelflieger dem Umweltanspruch durch den Einsatz modernster Technologie im Startbetrieb mit Elektrowinde und Kunststoffseilen gerecht. Die Anzahl der Windenstarts ist im Verhältnis zu den Flugzeug Schleppstarts seit Jahren im Vormarsch. In den letzten Jahren wurden jeweils um die 4500 Windenstarts durchgeführt und somit stellt diese Startart in Königsdorf mit großem Abstand diejenige mit den meisten Starts dar. Die Anzahl der Flugzeugschlepps erreicht im Vergleich hierzu nur ein gutes Drittel der Windenstarts.

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Bereits 2003 hatten sich die Königsdorfer Segelflieger entschieden den Windenstartbetrieb neu zu organisieren und hierzu auch eine neue Elektro-Winde vom Typ ESW-2B, die einzige mobile Elektro-Winde, die es weltweit am Markt gibt, zu kaufen. In der Startwinde befinden sich fünfzig Standard-Starterbatterien mit 80 Ah. Der für den Start notwendige Strom wird aus diesen Batterien entnommen. Somit braucht man keine Stromspitzen vom E-Werk beziehen, sondern nur eine Grundlast. Diese Grundlast wird per Nachtstrom für das Nachladen der Batterien benötigt. Absolut abgasfrei, umweltfreundlich und superleise ist die Winde im Sinne der Umweltverträglichkeit und Lärmemission das beste, was es momentan auf dem Markt gibt. Die ökologische Bilanz ist hervorragend, so verbraucht die Elektrowinde lediglich 1,4 Kilowatt-Stunden Strom pro Start, im Gegensatz zu den ansonsten verbrauchten einem Liter Dieselkraftstoff einer herkömmlichen Winde. Zukünftig wird sich die Ökobilanz der Segelflieger noch weiter verbessern, denn es ist geplant auf den Dächern der Flugzeughangars Photvoltaik Anlagen zu installieren, womit man dann den Strom für die Winde aus Sonnenkraft gewinnen würde. „Unser Ziel ist es die Sonne, die wir in Form der Thermik ja zum Segelfliegen als alleinige Antriebskraft nutzen auch als Energiequelle zum Start zu nutzen“, beschreibt Schunk die weiteren Pläne am Segelflugzentrum.

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