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Erfolgreicher Saisonauftakt bei den Segelfliegern

Fr, 11. Mär 2011

Das traditionelle Segelflugtrainingslager der Königsdorfer Segelflieger Anfang März in Südfrankreich war dieses Jahr ein voller Erfolg. Die Sonne in der Provence hat um diese Jahreszeit bereits so viel Kraft um hervorragende Thermikbedingungen für die Segelflieger zu schaffen.

Sonnenaufgang im Segelflugzeug erlebt

Armin Behrendt und Mathias Schunk konnten letzte Woche auf dem Flugplatz von St Auban, etwa 100 km nördlich von Marseille jeden Tag fliegen.

Führung in der Vereinswertung

Auftakt der Segelflugsaison für die heimischen Piloten in den französischen Seealpen

Das Wetter erlaubte bereits die ersten größeren Streckenflüge für die Vereinswertung in der Deutschen Meisterschaft im Streckensegelflug, bei der sich die Königsdorfer die Goldmedaille zum Ziel gesetzt haben. Die weitesten Streckenflüge führten mehrfach bis zu den großen französischen Alpenpässen Gallibier und Montgenevre im Norden, sowie bis zum Rhonetal im Westen und bis fast an die Mittelmeerküste im Süden, mit Streckenlängen von bis zu 450 km. Bereits knapp 2400 Flugkilometer konnten für die Vereinswertung der Deutschen Meisterschaft im Streckensegelflug verbucht werden und das SFZ Königsdorf liegt damit in der Zwischenwertung auf Rang eins.

Den Sonnenaufgang im Segelflugzeug erlebten Armin Behrendt und Mathias Schunk bei einem Frühstart während des Trainingslagers bei MistralDen Sonnenaufgang im Segelflugzeug erlebten Armin Behrendt und Mathias Schunk bei einem Frühstart während des Trainingslagers bei Mistral

Frühstart mit Sonnenaufgang im Mistral

Bei einer speziellen Wetterlage am Donnerstag starteten die beiden Flugkapitäne der TUI Fly, bzw. der Lufthansa mit Sonnenaufgang und schwärmten nach dem Flug unisono über das tolle Erlebnis: „Auch wenn ich in meinem Airbus schon sehr, sehr viele Sonnenaufgänge in der Luft erlebt habe, ist es im Segelflugzeug doch etwas ganz anderes“, beschreibt Schunk den Flug. Der Mistral, ein starker Nordwind im Rhonetal ermöglichte diesen frühen Start. Bei dem starken Wind, der mit bis zu 100 km/h über die Provence hinwegfegte nutzten die beiden Königsdorfer anstatt der für den Segelflug ansonsten üblichen Thermik reine dynamische Hangaufwinde. „Außerdem bilden sich bei solchen Windgeschwindigkeiten hinter den Bergen sogenannte Leewellen, ähnlich wie sich in einem Fluß hinter einem Stein eine Welle bildet. In diesen sind wir bis auf 5000 Meter gestiegen“ beschreibt Behrendt diesen besonderen Flug. Bei Außentemperaturen bis minus 20° C war warme Skikleidung, sowie heizbare Fußsohlenheizung natürlich ein absolutes Muss in dem unbeheizten Segelflugcockpit.

Demnächst werden auch einige weitere Piloten aus Königsdorf Richtung Süden aufgebrochen, um die südliche Sonne thermisch zu nutzen. Ziel ist einmal der Flugplatz von Trento, sowie der von Varese, beide in Italien. Auch hier wollen die Piloten auf Kilometerjagd für die Streckenflugmeisterschaft gehen und die momentan weit geringere Schneelage auf der Südseite der Alpen segelfliegerisch ausnutzen.

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