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Segelflieger helfen bei der Waldbrand-Überwachung

Fr, 22. Apr 2011

Durch die andauernde Trockenheit und den fast schon sommerlichen Temperaturen der letzten Zeit sind die Gräser und Stauden aus dem Vorjahr mittlerweile strohtrocken.

Hannes Gahr (links), Vorsitzender der Luftrettungsstaffel und Alexander Bauer (rechts) nach einem Waldbrand Überwachungsflug am Karfreitag

Flugeinsatz vom Segelflugzentrum Königsdorf

Deshalb besteht derzeit am Beginn der Vegetationsperiode erhöhte Waldbrandgefahr. Oberbayern liegt momentan auf dem Waldbrandgefahrenindex auf Stufe vier und damit der zweithöchsten Gefahrenstufe.%

Seit Mittwoch starten daher regelmäßig Flüge zur Waldbrand-Überwachung vom Segelflugzentrum Königsdorf. Vorgesehen sind die Überwachungsflüge zunächst bis einschließlich Ostermontag. Im Rahmen der Luftrettungsstaffel Bayern, dem das Segelflugzentrum Königsdorf seit 1977 angehört und zu den Gründungsmitgliedern zählte, arbeitet der Stützpunkt Königsdorf eng mit der Katastrophenschutz-Abteilung des Landratsamtes zusammen. Bei gefährlich eingestuften Wetterlagen, wie zurzeit, ordnet das Bayerische Innenministerium die Überwachungsflüge in den betroffenen Landkreisen an. Das Segelflugzentrum Königsdorf stellt hierzu auf Anforderung geeignete Motorflugzeuge oder Motorsegler mit erfahrenen und extra geschulten Piloten bereit. Vom Landratsamt kommt ein ausgebildeter Luftraumbeobachter mit besonderem Funkgerät hinzu, um im Gefahrenfall direkt mit der Behörde und den Einsatzkräften Kontakt aufnehmen zu können.

Das von Königsdorf aus betreute Gebiet ist enorm: Es werden neben dem Landkreis Bad Tölz Wolfratshausen auch der Landkreis Miesbach, sowie der Hofoldinger und der Ebersberger Forst, der Forstenrieder Park, die Wälder bei Starnberg und am Ammersee, sowie um Weilheim und an den Osterseen nach evtl. Waldbränden abgesucht. Zweimal täglich, mittags und gegen Abend, wird diese Runde geflogen, nach jeweils zwei Stunden Flug ist die Crew wieder in Königsdorf. Das kostengünstige Fluggerät und die Tatsache, dass die extra geschulten Piloten des SFZ Königsdorf ehrenamtlich in ihrer Freizeit diese Aufgabe übernehmen, führt dazu, dass im Gegensatz zu Bundeswehr Einsätzen viel Steuergeld gespart werden kann. Vom Boden aus wäre eine solche Überwachungsmaßnahme überhaupt nicht durchführbar.

Alexander Bauer, Sachbearbeiter für Brand- und Katastrophenschutz beim Landratsamt Bad Tölz - Wolfratshausen berichtet, dass bei einem der Flüge am Donnerstag bei Gaißach auch ein Feuer entdeckt wurde und entsprechende Gegenmaßnahmen eingeleitet wurden.

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