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SFZ Königsdorf fliegt auf Rang vier

Mo, 20. Jun 2011

Nachdem am Samstag die Tore der Flugzeughallen in Königsdorf noch zublieben, war man für Sonntag aufgrund der Wetteraussichten vorsichtig optimistisch, eine kleine Wertung erfliegen zu können.

Nur die Vereine aus dem hohen Norden waren in der neunten Runde schneller

Nordvereine fliegen am Samstag hohe Schnitte im reinen Hangwind

Die Teilnehmer des Leistungsflug Lehrgangs in Donauwörth vom SFZ Königsdorf: v.l.n.r.: Andreas Albert, Andreas Sauer und Johannes Achleitner

Während am Samstag aufgrund des schlechten Wetters in ganz Bayern und weiten Teilen Süddeutschland an Segelfliegen nicht zu denken war, konnten die Vereine aus Norddeutschland aufgrund des starken Windes gute Bundesligaflüge im reinen dynamischen Hangflug entlang des Ith, sowie des Wiehen- und Wesergebirges absolvieren. In der Zwischenwertung standen am Samstagabend somit auch drei Vereine aus diesem Gebiet an der Spitze der neunten Bundesligarunde: Der LSV Burgdorf führte mit 284,0 km/h vor dem LSV Bückeburg (247,3 km/h) und dem AC Braunschweig (185,3 km/h). Dahinter platzierte sich die SFG Ludwigshafen, deren Pilotentrio, ebenfalls im Hangwind, entlang der Bergstraße im Rheintal 146,0 km/h erreichte. Insgesamt konnten aber nur neun der 30 Bundesligavereine überhaupt eine Wertung erfliegen.

Flugzeuge wurden mehrfach getrocknet

Am Sonntag waren das Regenradar und die Satellitenbilder die meistbesuchten Seiten des Internets vom Segelflugplatz in Königsdorf. Nichts desto trotz mussten die startbereiten Segler mehrfach vom Regen mit Ledern trocken gewischt werden, bevor sich gegen 15:00 Uhr erstmalig ein längerer trockener Abschnitt einstellen sollte. Christoph Kraul und Jochen Fröhlich waren die ersten im Doppelsitzer, die sich mit dem Motorflugzeug Richtung Blomberg schleppen ließen, in der Hoffnung dort im starken Westwind steigen zu können, was ihnen, wenn auch etwas mühsam gelang. Als nächstes folgte Mathias Schunk und Kai Siebert, ebenfalls in einem Doppelsitzer, die sich Richtung Penzberg schleppen ließen, um von dort Richtung Heimgarten zu gleiten, wo man hoffte ebenfalls Hangaufwind zu finden. Bis das Duo dort angekommen war, hatte sich jedoch ein neuer Schauer gebildet und den Berg in Wolken gehüllt. „Letztendlich fanden wir südlich von Ohlstadt einen relativ turbulenten Aufwind und konnten die Zeit, bis der Schauer abzog überbrücken“, berichtet Siebert, der mit genau diesem Flugzeug bis vor zwei Wochen noch die Deutsche Meisterschaft in der Doppelsitzerklasse in Zwickau bestritten hatte, von den anfänglichen Schwierigkeiten. „Leider war die Windrichtung aber eher Südwest, als Nordwest, wodurch der Hangwind auch später nicht wie erhofft funktionierte“ beschreibt Mathias Schunk von den Problemen des weiteren Fluges. Als drittes starteten, ebenfalls im Doppelsitzer Hans Trautenberg und Patrick Pölzlbauer. Sie wählten ebenfalls den Weg über den Blomberg, der sich bis dahin, als der bessere herausgestellt hatte.

Alle drei schafften die Mindestwertung von 40 km/h

Von Anfang an war klar, dass es nur darum ginge, die Mindestwertung von 40 km/h zu erreichen, bei der 2 ½ stündigen Wertungszeit also 100 km Flugstrecke. „Bei solchen Runden ist es enorm wichtig, dass man am Ende tatsächlich mit drei Flugzeugen in die Wertung kommt, dann kann man gute Punkte einfliegen“ erklärt Mathias Schunk die Feinheiten der Bundesligawertung. Das Team Kraul/Fröhlich kämpften sich einmal bis zum Eibsee vor und konnten am Rückweg am Blomberg gegen halb sechs über Flugfunk mitteilen, dass sie die Mindeststrecke erreicht hätten. 48,4 km/h standen letztendlich in der Wertung. Während Mathias Schunk und Kai Siebert nach einem kurzen Jojo zwischen Ettal und Kochel mit dem Wind Richtung Chiemsee flogen und am Ende 60,0 km/h in die Wertung brachten, musste das Duo Trautenberg/Pölzlbauer erst auf die exakte Auswertung des Flugdatenschreibers, der GPS Signale aufzeichnet warten, ob sie tatsächlich die Mindeststrecke erreicht hatten. Während das Team Schunk/Siebert mit Hilfe des Hilfsmotors der DG 1000 zurück nach Königsdorf geflogen war, erreichten Trautenberg und Pölzlbauer, ohne ein Flugzeug mit Hilfsmotor am Rückweg vom Tegernsee nur noch das Segelfluggelände in Greiling und landeten dort. Erst nach der Rückholtour per Anhänger konnte im Vereinsheim die Gewissheit erzielt werden, dass auch sie mit 43,1 km/h es in die Wertung geschafft hatten, was mit großer Freude gefeiert wurde.

Platz vier und 17 Punkte fürs SFZ

Nachdem es am Sonntag auch im Rest von Deutschland äußerst schwierig war die Mindestwertung zu erfliegen, konnte kein Verein mehr in die Phalanx des Nordtrios vom Samstag mehr vordringen. Mit 151,5 km/h platzierte sich das SFZ Königsdorf aber als vierter direkt dahinter, war damit bester Verein südlich von Hannover der neunten Runde und erhielt wertvolle 17 Punkte für die Gesamtwertung. Insgesamt konnten nur fünf weitere Vereine am Sonntag in die Wertung fliegen, so dass sich in der Rundenwertung der neunten Runde lediglich 14 Vereine wiederfinden, während die restlichen 16 Teams ohne Punkte blieben. In der Tabelle liegt das SFZ Königsdorf zwar weiter auf Rang sechs, hat aber gegenüber den anderen Spitzenteams, mit Ausnahme des Rundensiegers vom LSV Burgdorf, viele Punkte gutgemacht. An der Tabellenspitze liegt weiterhin die FLG Blaubeuren, die in dieser Runde knapp hinter den Königsdorfern auf Rang fünf flog und nun den inoffiziellen Frühjahrsmeistertitel, das Pendant zur Herbstmeisterschaft im Fußball, zur Saisonmitte trägt.

Leistungsflug Lehrgang in Donauwörth beendet

In der Pfingstwoche fand in Donauwörth ein Leistungsflug Lehrgang des Luftsport Verband Bayerns statt. Mit dabei vom SFZ Königsdorf waren Johannes Achleitner als einer der fünf Trainer, sowie Andreas Sauer und Andreas Albert als Trainees. An fünf von sechs möglichen Tagen konnte trainiert werden und Flüge hauptsächlich entlang der schwäbischen Alb unternommen werden. Am Pfingstsonntag flog man, als mit knapp 500 km Flugstrecke die längsten Strecken geflogen werden konnten, auch einmal in den Bayerischen Wald. Jeden Tag standen spezielle Trainingseinheiten, die täglich beim morgendlichen Briefing besprochen wurden, auf dem Programm. Die 13 Trainees wurden jeweils in Gruppen aufgeteilt und flogen gemeinsam mit einem zugeteilten Trainer. Zusätzlich wurde neben der praktischen Fliegerei auch jede Menge Theorie gemacht. Am Ende der Woche hatten die Teilnehmer insgesamt mehr als 14.000 Flugkilometer, also etwa ein Drittel des Erdumfangs im lautlosen Flug zurückgelegt.

Segelflugbundesliga neunte Runde

PlatzPunkteClub
120284,03 LSV Burgdorf (NI)
219247,35 LSV Bückeburg-Weinberg (NI)
318185,31 AC Braunschweig (NI)
417151,51 SFZ Königsdorf (BY)
516146,33 FLG Blaubeuren (BW)
615146,02 SFG Giulini/Ludwigshafen (RP)
714145,71 LSG Bayreuth (BY)
813130,46 LSV Altkreis Isenhag (NI)
91298,15 LSG Fallersleben (NI)
101197,17 FV Celle (NI)
111075,31 FG Oerlinghausen (NW)
12968,45 AC Nastätten (RP)
13865,43 FCC-Berlin (BL)
14740,85 Fliegergruppe Wolf Hirth (BW)

Tabelle nach der neunten von 19 Runden der Segelflug Bundesliga

PlatzPunkteClub
11462.729,84 FLG Blaubeuren (BW)
21262.650,35 LSG Bayreuth (BY)
31182.787,90 LSV Burgdorf (NI)
41092.582,87 SFG Giulini/Ludwigshafen (RP)
51052.485,95 LSV Schwarzwald (BW)
61042.541,17 SFZ Königsdorf (BY)
7862.403,16 FSV Laichingen (BW)
8842.322,03 FSC Odenwald Walldürn (BW)
9772.378,24 SFG Donauwörth-Monheim (BY)
10752.345,26 LSR Aalen (BW)
11692.312,25 FG Schwäbisch Gmünd (BW)
12622.143,74 FLC Schwandorf (BY)
13592.127,88 SFC Hirzenhain-Eschenburg (HE)
14581.822,95 SFZ Ottengrüner Heide (BY)
15552.269,96 Aero-Club Ansbach (BY)
16532.107,56 FCC-Berlin (BL)
17512.101,44 AC Nastätten (RP)
18492.217,83 AC Esslingen (BW)
19492.213,57 SFC Ulm (BW)
20472.263,98 AC Braunschweig (NI)
21472.187,00 LSV Altkreis Isenhag (NI)
22442.110,26 Fliegergruppe Wolf Hirth (BW)
23422.238,54 FK Brandenburg (BB)
24411.082,51 LSV Bückeburg-Weinberg (NI)
25391.892,24 AC Langenselbold (HE)
26391.690,41 HAC Boberg (HH)
27321.954,27 FG Oerlinghausen (NW)
28301.916,33 LSG Fallersleben (NI)
29261.962,60 FV Celle (NI)
30211.744,35 HVL Boberg (HH)

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