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Kopfüber bei der Segelflug WM

Sa, 01. Sep 2012

Die Segelkunstflugweltmeisterschaft fand dieses Jahr in Dubnica an den Ausläufern der Karpaten in der Slowakei statt. Das Wetter spielte hervorragend mit und die Meisterschaft endete nach allen theoretisch möglichen sechs Wertungen, was bei Kunstflugwettbewerben nicht immer der Fall ist.

Königsdorfer Kunstflieger auf der Weltmeisterschaft in der Slowakei

Wolfgang Schieck vom SFZ Königsdorf vertrat als Mitglieder der Nationalmannschaft die deutschen Farben und war nach 2011 zum zweiten Mal Weltmeisterschaftsteilnehmer, damals gemeinsam mit Sascha Odermann, der diesmal aus familiären Gründen leider nicht teilnehmen konnte. Bereits 1997 startete Roland Bauer auf der Kunstflug WM in Antalya als erster Königsdorfer Pilot.

Bekanntes Pflichtprogramm am Anfang

Vertrat bei der Segelkunstflug Weltmeisterschaft das heimische SFZ Königsdorf: Wolfgang Schieck (mit und ohne Familie)

Traditionell beginnen Kunstflugmeisterschaften immer mit einer bekannten Pflicht, bei der jeder Pilot die gleichen Figuren fliegen muss und die Aufgaben lange vorher bekannt sind und somit geübt werden können. Das Programm besteht aus acht Figuren wie Looping, Aufschwung, Turn und Männchen. Ähnlich wie beim Eiskunstlauf oder Wasserspringen werden die Figuren anhand ihres Schwierigkeitsgrades und Exaktheit der Ausführung von mehreren Kampfrichtern benotet. Wolfgang Schieck landete mit Platz 19 hier im Mittelfeld.

Verbesserungspotenzial bei der Kür

In der folgenden Kür müssen neben Rollenkreisen auch gerissene und gestoßene Rollen enthalten sein, bei denen durch ruckartige Steuerbewegungen absichtliche Strömungsabrisse am Flügel erzeugt werden, womit schnelle Rollen und andere, spektakulär anzusehende Flugfiguren geflogen werden können. Hier landete Schieck jedoch leider nur auf dem vorletzten Platz, was der 51 jährige Lufthansa Kapitän selbstkritisch kommentierte: „bezüglich Figurenauswahl und deren Kombination habe ich noch einiges dazulernen müssen“. Eugen Schaal aus Paderborn holte hier die Kür Goldmedaille.

Vier weitere unbekannte Programme

Zu den schwierigsten Programmen gehören für die Piloten die unbekannten Pflichtprogramme, bei der die zu fliegenden Figuren erst am Vortag bekanntgegeben werden und das Programm nicht mehr geübt werden darf. Die Figuren fordern sowohl vom Piloten, als auch vom Flugzeug einiges ab, wird man bei den extremen Flugmanövern doch teilweise mit dem bis zu fünffachen des eigenen Körpergewichts in den Sitz gepresst und erreicht man mit 280 km/h auch die maximal zulässige Geschwindigkeit der Flugzeuge. Die Anspannung ist daher bei allen Piloten extrem hoch und so passierte sogar dem letztjährigen polnischen Weltmeister Jerzy Makula, der mit staatlicher Unterstützung als Profisportler trainieren kann, dass eine Figur komplett misslang. So landete Schieck, dem ein guter erste Flug gelang hier mit Rang zehn als Freizeitsportler sogar vor dem Ex Weltmeister. Die weiteren drei Pflichtprogramme beendete Schieck jeweils im Mittelfeld und landete am Ende auf einem für ihn hervorragenden 15. Platz im Mittelfeld der Gesamtwertung, in der Markus Feyerabend aus Weilheim Bronze hinter dem neuen Weltmeister Maciej Pospieszynski aus Polen und dem Ungarn Ferenc Toth holte. 


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