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5000 ökologische und lautlose Windenstarts in Königsdorf

Mo, 22. Okt 2012

Inzwischen in der neunten Flugsaison werden die Königsdorfer Segelflieger dem Umweltanspruch durch den Einsatz modernster Technologie im Startbetrieb mit Elektrowinde und Kunststoffseilen gerecht. Die Anzahl der lautlosen Windenstarts ist im Verhältnis zu den Flugzeug Schleppstarts seit Jahren im Vormarsch.

Erfolgreiche Winden Saison am Segelflugzentrum

Dieses Jahr hat man nun erstmalig die 5000er Schallmauer durchbrochen. Am vergangenen Samstag fand der 5000. Windenstart der Flugsaison 2012 in Königsdorf statt.

Ausbau der Windenstrecke zeigt Nachhaltigkeit des Ausbaus

Jubiläumsstart in Königsdorf: mit 5000 Windenstarts erreichen die Segelflieger eine neue Rekordmarke

„Dieses Jahr konnten wir erstmalig den im vorletzten Jahr begonnen Ausbau der Windenstrecke ganzjährig nutzen“, berichtet Alico Sternbeck (52), Vorsitzender der Flugplatz Haltergemeinschaft. Diese neu geschaffene Strecke für das Seilrückholfahrzeug bietet den Segelfliegern die Möglichkeit nach längeren Regenfällen sofort wieder mit dem Windenbetrieb beginnen zu können, wo man früher noch im morastigen Untergrund versunken ist und auf das Abtrocken des Untergrunds hatte warten müssen und so einzig auf den Flugzeugschlepp angewiesen war. Ein weiterer Faktor zur Steigerung der Windenstarts ist die Tatsache, dass man dieses Jahr zu Spitzenzeiten zwei Winden nebeneinander aufstellte, um so die Startfrequenz zu erhöhen und noch unabhängiger vom Flugzeug Schlepp zu werden. „Allerdings werden wir weiterhin für Streckenflüge und Übungsflüge den Flugzeugschlepp brauchen, da wir mit den Winden nicht die Kapazität haben, den gesamten Startbedarf zu decken. Aber gerade für Tage mit Ostwind, wo wir seit Jahren an Sonn- und Feiertagen nachmittags freiwillig auf den Flugzeugschlepp komplett verzichten, freuen wir uns über die gesteigerte Kapazität, “ erklärt Pressesprecher Mathias Schunk.

Ökologisch und leise

Flugplatz Chef Alico Sternbeck (kniend) vor dem 5000. Windenstart der Flugsaison 2012 in Königsdorf mit Pilot Oliver Hartmann in der ASK 13

Der notwendige Strom für die Elektro-Winde wird aus Batterien entnommen. Somit braucht man keine Stromspitzen vom E-Werk beziehen, sondern nur eine Grundlast. Diese Grundlast wird per Nachtstrom für das Nachladen der Batterien benötigt. Absolut abgasfrei, umweltfreundlich und superleise ist die Elektro-Winde im Sinne der Umweltverträglichkeit und Lärmemission das beste, was es momentan auf dem Markt gibt. Mittlerweile sind auf allen Hallendächern auch Photovoltaik Anlagen installiert und so ist auf dem Segelflugplatz mit etwa 4000 Quadratmeter Fläche die mit Abstand größte Solaranlage im Landkreis mit einer Anlagenleistung von 500 kWp entstanden. Etwa 460 MWh Strom können pro Jahr produziert werden. Um diese Menge Strom zu produzieren müssten etwa 112.000 Liter Öl pro Jahr verbrannt werden und die Anlage entspricht der Einsparung von jährlich ca. 300 Tonnen des Treibhausgases Kohlendioxid. Etwa 150 zwei Personen Haushalte können mit dem am Segelflugplatz durch Photovoltaik produzierten Strom komplett mit Strom versorgt werden.

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