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Segelflieger üben für die Luftrettungsstaffel

Do, 31. Okt 2013

Im Rahmen der Luftrettungsstaffel Bayern, dem das Segelflugzentrum Königsdorf seit 1977 angehört und zu den Gründungsmitgliedern zählte, arbeitet der Stützpunkt Königsdorf eng mit der Katastrophenschutz-Abteilung des Landratsamtes zusammen. Bei gefährlich eingestuften Wetterlagen, ordnet das Bayerische Innenministerium z.B. Waldbrand Überwachungsflüge in den betroffenen Landkreisen an.

Das Segelflugzentrum Königsdorf stellt hierzu auf Anforderung geeignete Motorflugzeuge oder Motorsegler mit erfahrenen und extra geschulten Piloten bereit. Vom Landratsamt kommt ein ausgebildeter Luftraumbeobachter mit besonderem Funkgerät hinzu, um im Gefahrenfall direkt mit der Behörde und den Einsatzkräften Kontakt aufnehmen zu können.

Die Luftbeobachter und Einsatzpiloten der Luftrettunsstaffel Bayern, Stützpunkt Ohlstadt und Königsdorf

Damit das Ganze im Ernstfall auch richtig funktioniert, werden regelmäßig Übungen der freiwilligen Helfer abgehalten. Eine solche Übung wurde nun gemeinsam mit dem Stützpunkt Ohlstadt durchgeführt. Hierzu flogen drei Flugzeuge von Königsdorf nach Ohlstadt, wo das diesjährige Training stattfand. Dort wurden insgesamt 20 Übungsflüge durchgeführt. Zu den neun Piloten kamen aus den Landkreisen Bad Tölz-Wolfratshausen und Garmisch insgesamt sechs Luftbeobachter (LBOs), wobei sowohl aus Tölz als auch aus Garmisch jeweils ein Neuling zur Grundeinweisung dabei war. Jürgen Kusch, Stützpunktleiter Ohlstadt hatte anspruchsvolle Aufgaben ausgearbeitet. Für jedes Team galt es ein Navigationsdreieck mit UTM Koordinaten zu fliegen. Des Weiteren gab es zwei Übungen bei denen denkbare Einsatzsituationen der Luftrettungsstaffel simuliert wurden. Einmal wurde ein Wintereinbruch simuliert, bei denen die Piloten mit ihren LBOs das Ausmaß der Beschädigungen und blockierten Straßen aus der Luft dokumentieren sollten. Das andere Mal mussten Verkehrslageberichte von der A95 und B2 erstellt werden, um so ein verkehrsstarkes Ferienwochenende zu simulieren.

Günter Pröpster, Stützpunktleiter in Königsdorf freute sich am Ende des Tages: „Die Übung war ein voller Erfolg und hat wieder einmal gezeigt, dass nur die Dinge, die regelmäßig geübt werden, auch im Einsatzfall funktionieren können.“

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