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Segelflieger helfen bei der Waldbrand-Überwachung

Mi, 18. Jun 2014

Dauereinsatz vom Segelflugzentrum Königsdorf. Durch die andauernde Trockenheit und den sommerlichen Temperaturen der letzten Zeit gilt in weiten teilen Bayerns hohe Waldbrandgefahr. Gerade Oberbayern liegt momentan auf dem Waldbrandgefahrenindex vier, der zweithöchsten Gefahrenstufen

Pilot Alico Sternbeck (rechts) und Luftbeobachter Ully Schweizer (links) vom Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten in Miesbach vor ihrem Einsatzflug zur Waldbrandbeobachtung in einem Motorsegler vom Typ G 109

Seit Pfingsten starten daher regelmäßig Flüge zur Waldbrand-Überwachung vom Segelflugzentrum Königsdorf. Im Rahmen der Luftrettungsstaffel Bayern, dem das Segelflugzentrum Königsdorf seit 1977 angehört und zu den Gründungsmitgliedern zählte, arbeitet der Stützpunkt Königsdorf eng mit der Katastrophenschutz-Abteilung des Landratsamtes zusammen. Bei gefährlich eingestuften Wetterlagen, wie zurzeit, ordnet das Bayerische Innenministerium die Überwachungsflüge in den betroffenen Landkreisen an. Das Segelflugzentrum Königsdorf stellt hierzu auf Anforderung geeignete Motorflugzeuge oder Motorsegler mit erfahrenen und extra geschulten Piloten bereit. Diese spezielle Schulung muss jeder Einsatzpilot auch regelmäßig wiederholen. Vom Landratsamt kommt ein ausgebildeter Luftbeobachter mit besonderem Funkgerät hinzu, um im Gefahrenfall direkt mit der Behörde und den Einsatzkräften Kontakt aufnehmen zu können. Mehrmals konnten bei solchen Überwachungsflügen von Königsdorf aus bereits Brände aus der Luft lokalisiert und die Einsatzkräfte am Boden alarmiert werden.

Das von Königsdorf aus betreute Gebiet ist groß: Es werden neben dem Landkreis Bad Tölz Wolfratshausen auch der Landkreis Miesbach, sowie der Hofoldinger und der Ebersberger Forst, der Forstenrieder Park, die Wälder bei Starnberg und am Ammersee, sowie um Weilheim und an den Osterseen nach evtl. Waldbränden abgesucht. Mindestens täglich, oft auch mehrmals am Tag wird diese Runde abgeflogen, nach jeweils zwei Stunden Flug ist die Crew wieder in Königsdorf. Das kostengünstige Fluggerät und die Tatsache, dass die speziell hierfür ausgebideten Piloten des SFZ Königsdorf ehrenamtlich in ihrer Freizeit diese Aufgabe übernehmen, führt dazu, dass im Gegensatz zu Bundeswehr Einsätzen viel Steuergeld gespart werden kann. Vom Boden aus wäre eine solche Überwachungsmaßnahme überhaupt nicht durchführbar.

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