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SFZ fliegt in die Top Ten

Mo, 07. Jul 2014

Zweiter Rundenplatz und Tabellenrang neun in der Segelflug Bundesliga. In der zwölften Bundesligarunde haben die Piloten vom SFZ Königsdorf ihren Aufwärtstrend der letzten Wochen fortgesetzt. Nachdem sie am vergangenen Wochenende mit einem vierten Rundenplatz in der Tabelle bis auf den 12. Platz vorgerückt waren, sicherten sie sich dieses Wochenende mit 315,96 km/h Rundenplatz zwei, damit19 Punkte und rückten erstmals in der 2014er Saison in die Top Ten der Tabelle auf.

Das Bundesligateam des SFZ Königsdorf vom vergangenen Wochenende, welches den zweiten Rundenplatz erflog: v.l.n.r.:  Mathias Schunk, Nikolai Wolf, Herbert Weiß und Vincent Heckert

Samstag nur Flüge in Norddeutschland

Am Samstag war das Segelflug Wetter in Deutschland zweigeteilt, während die Vereine nördlich der Mainlinie zu brauchbaren Wertungen kamen, gab es südlich davon nicht einen einzigen gewerteten Bundesligaflug. Allerdings waren die Wetteraussichten für Sonntag dann auch für den Süden der Republik deutlich besser, so dass man den samstäglichen Zwischenstand der 12. Bundesligarunde in Königsdorf sehr gelassen sah.

Start kurz vor der freiwilligen Lärmpause

Aus Lärmschutzgründen verzichten die Piloten des SFZ Königsdorf schon seit vielen Jahren bei Ostwind an Sonntagen darauf nach 13:00 Uhr Flugzeugschlepp Starts durchzuführen. Da die Thermik am Sonntag jedoch erst sehr spät einsetzte, war am Ende ein genaues Timing notwendig, damit noch alle Piloten rechtzeitig vor 13:00 Uhr in die Luft kamen, andererseits jedoch nicht zu früh starteten, mit der damit verbundenen Gefahr, dass sie aufgrund noch nicht eingesetzter Thermik wieder landen müssten, womit ein Wiederstart vor 13:00 Uhr ausgeschlossen wäre. „Leider haben wir bei solchen Wetterlagen wie am Sonntag häufig das Problem, dass es im Flachland keine Thermik gibt. Am Sonntag ist den ganzen Tag leider niemand nach einem Windenstart länger geflogen, lediglich die Piloten, die sich zum Blomberg ziehen ließen, um dort Anschluss an die Thermik zu bekommen konnten länger fliegen“, erklärt Pressesprecher und Teamcaptain Mathias Schunk die Probleme in der Startvorbereitungszeit.

Gute Thermik in den Vorbergen und Richtung Südosten

Am Ende kamen alle Bundesligapiloten rechtzeitig in die Luft, auch wenn der ein oder andere anfänglich Schwierigkeiten hatte bis zum Brauneck und Benediktenwand zu kommen, wo die ersten guten Aufwinde zu finden waren. Herbert Weiß, der als erster gestartet war, flog vom Brauneck zunächst Richtung Osten ab und meldete am Risserkogel sehr gute Thermik, die bis auf fast 3000 Höhenmeter reichte. Daraufhin machten sich die meisten der nachfolgenden Flugzeuge zunächst auch alle auf den Weg Richtung Osten. Während Weiß, sowie das Junioren Doppelsitzerteam Nikolai Wolf und Vincent Heckert vor dem Inntal wendete und auf Westkurs ging, überquerte Mathias Schunk etwas später das Inntal Richtung Wilder Kaiser, welcher ebenfalls sehr guten Aufwind lieferte, was Schunk sofort über Flugfunk mitteilte. Von dort flog Schunk vorbei an den Loferer Steinbergen zum Steinernen Meer, bevor er am Hochkönig wendete, um die gute Linie zurück zum Wilden Kaiser nochmals zu nutzen. Kurz bevor er am Wilden Kaiser wieder ankam, kam ihm die beiden Youngsters Wolf und Heckert im doppelsitzigen Arcus entgegen, die aufgrund der Information schnell wieder Richtung Osten flogen.

Die gute Strecke ist zu kurz oder das Wetter zu gut

„Zweieinhalb Stunden Flugzeit bei maximal drei Wendepunkten werden für die Bundesliga gewertet. Die Strecke zwischen Kaiser und Hochkönig, wo die besten Bedingungen herrschten, beträgt aber leider nur 70 Kilometer, was bei drei Wenden also maximal 280 mögliche Wertungskilometern entsprochen hätte, so dass man sowohl im Westen, als auch im Osten etwas verlängern musste, da wir bei dem Wetter schlicht und einfach zu schnell waren“, beschreibt Schunk den andauernden Optimierungsprozess während des Fluges. Am Ende brachte es Schunk auf 332 Kilometer während der Bundesligawertungszeit, was einem tatsächlich geflogenen Schnitt von 132,9 km/h entsprach. Da alle Geschwindigkeiten noch mit einem Handicapfaktor für das Segelflugzeug multipliziert werden, damit die unterschiedlichen Flugleistungen der Flugzeuge kompensiert werden, standen für ihn am Abend 113,33 km/h in der Bundesligawertung, welches der zweitschnellste Schnitt am vergangenen Wochenende in ganz Deutschland war. Die beiden Youngsters, die ebefalls die Strecke Kaiser – Hochkönig viermal nutzten, erzielten 102,32 km/h und damit den neuntschnellsten Schnitt aller Bundesligisten vom Wochenende. Herbert Weiß, der seine vier Schenkel des Bundesligafluges zwischen Inntal und Zugspitze legte, erzielte 100,32 km/h und war damit ebenfalls über der 100er Schallmauer und vervollständigte das Königsdorfer Bundesligatrio.

Nur Schwandorf war schneller

Insgesamt standen damit 315,96 km/h für das SFZ Königsdorf in der Wertung, schneller war nur der FLC Schwandorf, der mit Flügen über dem oberpfälzer und bayerischen Wald, sowie im benachbarten Tschechien am Sonntag auf 343,83 km/h kam und klarer Rundensieger wurde. Der LSV Burgdorf, der letztes Wochenende seine Tabellenführung an den SFV Bad Wörishofen verlor, eroberte diese mit einem 13. Rundenplatz und acht Punkten zurück, da die Bad Wörishofener Piloten ihre Flüge taktisch fälschlicherweise Richtung fränkische Alb und nicht Richtung Alpen gelegt hatten und nur auf Rundenplatz 19 flogen. Das SFZ Königsdorf machte weitere drei Plätze in der Tabelle gut und liegt nun erstmals in dieser Saison unter den ersten zehn, auf Rang neun. Auf die Abstiegsränge hat das SFZ mittlerweile 40 Punkte Vorsprung, allerdings ist der Rückstand nach ganz vorne mit 60 Punkten durch den schwachen Saisonbeginn in den verbleibenden sieben Runden praktisch uneinholbar. „Wir schauen allerdings deutlich optimistischer, als noch vor einigen Wochen auf die zukünftigen Runden“, freut sich Mathias Schunk über das erneut gute Abschneiden des Teams.

12. Runde von 19 Runden der Segelflug Bundesliga

PlatzPunkteGeschwindigkeitClub
120343,83FLC Schwandorf (BY)
219315,96SFZ Königsdorf (BY)
318305,43LSV Schwarzwald (BW)
417302,94LSV Bückeburg-Weinberg (NI)
516299,09LSG Bayreuth (BY)
615290,91LSV Rinteln (NI)
714279,79FK Brandenburg (BB)
813279,39LSR Aalen (BW)
912277,78SFG Giulini/Ludwigshafen (RP9
1011276,91AC Nastätten (RP)
1110273,19Aero-Club Ansbach (BY)
129263,83FV Celle (NI)
138257,35LSV Burgdorf (NI)
147250,26FSV Laichingen (BW)
156246,28FLG Blaubeuren (BW)
165245,47SFG Donauwörth-Monheim (BY)
174243,25FLG Dettingen/Teck (BW)
183242,22AC Braunschweig (NI)
192237,19SFV Bad Wörishofen (BY)
201235,3SFC Schwäbisch Hall (BW)
211226,66FG Oerlinghausen (NW)
221225,52FSV Sindelfingen (BW)
231223,19AC Bad Nauheim (HE)
241199,41SFV Mannheim (BW)
251199,04LSV Altkreis Isenhagen (NI)
261196,52DJK Landau (RP)
271140,72FSC Odenwald Walldürn (BW)
281120,51Fliegergruppe Wolf Hirth (BW)
29197,09LSC Bayer Leverkusen (NW)
30196,73HAC Boberg (HH)

Tabelle nach der 12. Runde der Segelflug Bundesliga

PlatzPunkteGeschwindigkeitClub
11583587,11LSV Burgdorf (NI)
21553449,24LSR Aalen (BW)
31533408,55SFV Bad Wörishofen (BY)
41483322,38FLC Schwandorf (BY)
51363313,11LSG Bayreuth (BY)
61263360,59SFG Donauwörth-Monheim (BY)
71253363,73SFG Giulini/Ludwigshafen (RP)
81022999,86LSC Bayer Leverkusen (NW)
9983101,31SFZ Königsdorf (BY)
10902965,79FLG Blaubeuren (BW)
11892973,22AC Braunschweig (NI)
12843115,8FV Celle (NI)
13842677,14FK Brandenburg (BB)
14842664,5LSV Schwarzwald (BW)
15812832,41FSV Sindelfingen (BW)
16782914,41SFV Mannheim (BW)
17742647,14LSV Rinteln (NI)
18732995,92FSV Laichingen (BW)
19732612,21Fliegergruppe Wolf Hirth (BW)
20722724,94FLG Dettingen/Teck (BW)
21612710,78SFC Schwäbisch Hall (BW)
22602462,84Aero-Club Ansbach (BY)
23592278,56FSC Odenwald Walldürn (BW)
24*582638,5LSV Altkreis Isenhagen (NI)
25*542184,53HAC Boberg (HH)
26*501863,7LSV Bückeburg-Weinberg (NI)
27*492591FG Oerlinghausen (NW)
28*472779,74AC Bad Nauheim (HE)
29*452723,23AC Nastätten (RP)
30*212245,2DJK Landau (RP)

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