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Waldbrand-Überwachung aus der Luft

So, 05. Jul 2015

Einsatz vom Segelflugzentrum Königsdorf.Durch die andauernde Trockenheit und den fast schon tropenhaften Temperaturen in der letzten Woche gilt in weiten teilen Deutschlands zur Zeit hohe Waldbrandgefahr. Gerade Oberbayern lag in den vergangenen Tagen auf dem Waldbrandgefahrenindex bei vier, der zweithöchsten möglichen Gefahrenstufen.

Pilot Jürgen Steinborn (rechts) und Luftraumbeobachter Georg Doll (links)  vom Landratsamt Bad Tölz nach einem Einsatzflug zur Waldbrandbeobachtung in einem Motorsegler des Typs Dimona.

Seit Freitag starteten daher wieder einmal regelmäßig Flüge zur Waldbrand-Überwachung vom Segelflugzentrum Königsdorf. Das bei diesen Flügen von Königsdorf aus betreute Gebiet ist enorm: Es werden neben dem Landkreis Bad Tölz Wolfratshausen auch der Landkreis Miesbach, sowie der Hofoldinger und der Ebersberger Forst, der Forstenrieder Park, die Wälder bei Starnberg und am Ammersee, sowie um Weilheim und an den Osterseen nach evtl. Waldbränden abgesucht. Das kostengünstige Fluggerät und die Tatsache, dass die speziell geschulten Piloten des SFZ Königsdorf ehrenamtlich in ihrer Freizeit diese Aufgabe übernehmen, führt dazu, dass im Gegensatz zu Bundeswehr Einsätzen viel Steuergeld gespart werden kann. Vom Boden aus wäre eine solche Überwachungsmaßnahme überhaupt nicht durchführbar.

Im Rahmen der Luftrettungsstaffel Bayern, dem das Segelflugzentrum Königsdorf seit 1977 angehört und zu den Gründungsmitgliedern zählte, arbeitet der Stützpunkt Königsdorf eng mit der Katastrophenschutz-Abteilung des Landratsamtes zusammen. Bei gefährlich eingestuften Wetterlagen, wie zurzeit, ordnet das Bayerische Innenministerium die Überwachungsflüge in den betroffenen Landkreisen an. Das Segelflugzentrum Königsdorf stellt hierzu auf Anforderung geeignete Motorflugzeuge oder Motorsegler mit erfahrenen und extra geschulten Piloten zur Verfühung. Vom Landratsamt kommt ein ausgebildeter Luftraumbeobachter mit besonderem Funkgerät hinzu, um im Gefahrenfall direkt mit der Behörde und den Einsatzkräften Kontakt aufnehmen zu können.

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