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Strategieplan der Segelflieger geht teilweise auf

Mo, 25. Apr 2016

Die Junioren des SFZ Königsdorf bauen Tabellenführung aus. Bereits in der ersten Runde der Segelflug Bundesliga hatten die Piloten des SFZ Königsdorf nicht gerade Glück mit dem Flugwetter im heimischen Gebiet. Trotzdem konnten sie am Samstag, kurz vor Eintreffen der Schlechtwetterfront teilweise noch gute Flüge absolvieren und das Juniorenteam sogar den Rundensieg einfliegen. Die Wetteraussichten für die zweite Runde am vergangenen Wochenende war allerdings noch viel bescheidener.

Marc Wachtmeister (21) erzielte am Sonntag in Augsburg den besten Bundesligaschnitt fürs SFZ Königsdorf.

Samstag enden zwei Versuche hoffnungslos

Am Samstag wollte man in Königsdorf nichts unversucht lassen und sowohl Mathias Schunk, als auch Marc Wachtmeister versuchten sich in einem kurzen Wetterfenster. „Ich musste aber bald feststellen, dass es keine reelle Chance gab, die Mindestwertung, die bei 40 km/h liegt, zu erreichen“, berichtet Schunk von seinem Versuch. „Selbst die für eine Juniorenwertung notwendigen 20 km/h waren für Marc definitiv nicht machbar“, so Teamcaptain Schunk weiter. Den SFZ Piloten blieb nichts anderes übrig, als zu beobachten, wie die Konkurrenz in Norddeutschland erneut gute Flüge absolvieren konnte und sich einen Strategie Plan für Sonntag zu überlegen.

Vier Junioren an drei Startorten

Das Aprilwetter versprach überall in Süddeutschland Schneeschauer und schwierige Bedingungen. Die Wahrscheinlichkeit, dass es in Königsdorf selbst Flugwetter geben könnte, war vorhanden, aber gering. So wurden am Samstag noch zwei Segelflugzeug abgebaut und in den Transportanhängern verstaut. Die beiden Junioren Marc Wachtmeister und Jan Kleu machten sich damit Sonntag morgens auf den Weg Richtung Augsburg, wo man aufgrund der Wetterprognosen mit Flugwetter rechnen konnte. Michael Wisbacher war zu seinem alten Flugplatz nach Fürth gefahren, um dort sein Glück zu versuchen und Benjamin Bachmaier weilte im Zuge seiner Vorbereitung für die Deutsche Junioren Segelflugmeisterschaft, sowieso gerade in Lichtenfels. Wie vorhergesagt entwickelte sich typisches Aprilwetter mit Thermik, aber auch mit vielen Schneeschauern. Marc Wachtmeister schaffte immerhin einen Schnitt von 57,4 km/h und erflog somit auch einen gültigen Flug für die Seniorenwertung des SFZ. Benjamin Bachmaier kämpfte in Lichtenfels ebenfalls mit den Schauern und erzielte mit 30,1 km/h zwar keinen Flug für die Bundesligawertung, aber immerhin für die Juniorenwertung. „Leider scheiterten sowohl Jan in Augsburg und auch Michael in Fürth an der Mindestwertung, so dass es am Ende bei diesen beiden Flügen blieb. Unsere Gesamtstrategie ist ebenfalls nicht aufgegangen. Wir wollten eigentlich, dass die Junioren drei Wertungen, auch für die Seniorenwertung im Flachland erfliegen, während wir Senioren in einem Wetterfenster eine Mindestwertung für die Alpenliga fliegen wollten, wozu man ja auch im Alpenbereich fliegen muss. Die dazu notwendige Wetterlücke kam jedoch leider nicht“, resümiert Teamcaptain Mathias Schunk das Wochenende.

Junioren mit sieben Punkten Vorsprung auf den zweitplatzierten aus Celle

Da alle Teams Probleme mit dem Wetter hatten, reichten die beiden Junioren Flüge des SFZ für einen achten Rundenplatz in der U 25 Liga. Der Rundensieg ging hier an den AC Pirna, vor dem LSV Kreis Lüchow Danneberg und der LSG Waterkant-Zetel. In der Tabelle bauen die Junioren des SFZ ihre Führung aus und liegen nun mit 93 Punkten, sieben Punkte vor dem FV Celle und elf Punkte vor der LSG Waterkant-Zetel. Der Flug von Marc Wachtmeister brachte zumindest einen Trostpunkt für die Bundesligamannschaft, welche in der Tabelle allerdings um vier Plätze auf Rang acht zurückfiel. Der Rundensieg ging hier an den AC Braunschweig, der jetzt auch Tabellenführer ist, vor der FK Brandenburg und dem LSV Burgdorf. In der Alpenliga wurde am Wochenende ausschließlich auf der Alpen Südseite geflogen und am Ende schafften es auch nur 20 Teams überhaupt eine gültige Wertung zu fliegen. Den Rundensieg holte sich die SG Knonaueramt, die letzte Saison am Ende den zweiten Platz hinter dem SFZ Königsdorf belegte. Die Schweizer zogen hierfür drei Flugzeuge über den Alpenhauptkamm und starteten in Locarno. Die Tabellenführung übernahm der SFC Betzdorf, dessen Piloten seit zwei Wochen in Südfrankreich im Fliegerurlaub sind, genau wie die Piloten des Tabellenzweiten Aeroclub West Brabantse aus den Niederlanden. Das SFZ rutscht aufgrund der Nullrunde auf Platz sieben zurück und liegt in der Tabelle jetzt direkt hinter der SG Knonaueramt.

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