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Unverhofft kommt nicht oft

Mo, 31. Jul 2017

SFZ Königsdorf macht wieder Punkte gut.Nachdem die Flugwetteraussichten die Segelflieger am vergangenen Wochenende zunächst alles andere als optimistisch gestimmt hatten, konnte am Sonntag in Königsdorf während eines kurzen Wetterfensters doch noch recht gut geflogen werden.

Mathias Schunk war am Wochenende nicht nur der schnellste Königsdorfer Pilot, er erzielte auch den schnellsten Schnitt im gesamten Alpenraum.

Mit dem siebten Rundensieg dieses Jahr konnte der Vorsprung in in der internationalen Alpenliga weiter ausgebaut werden, so dass theoretisch bereits am nächsten Wochenende, in der drittletzten Runden die Titelverteidigung klar gemacht werden könnte. Auch die Junioren des SFZ konnten mit einem zweiten Rundenplatz ihre Führungsposition gegenüber der SFG Stadtlohn um weitere zwei Punkte ausbauen. In der Bundesliga flog das SFZ Königsdorf auf Rang elf und konnte gegenüber den direkten Tabellennachbarn erneut Punkte gutmachen.

Samstag Kampf um eine Mindestwertung

Die Prognosen waren nicht eindeutig, welcher der beiden Tage des Wochenendes der bessere werden sollte. War es am Samstag noch eine recht stabile Luftmasse mit nur schwacher Thermik, welche die Vorfreude der Königsdorfer Ligapiloten trübte, so waren es die für Sonntag vorhergesagten Schauer und Gewitter, welche die Aussichten auf Ligaflüge sehr schwer vorhersehbar machten. Daher gab Team Kapitän Mathias Schunk am Samstag trotz der schlechten Bedingungen die Devise aus, alles zu versuchen, um zumindest eine Mindestwertung zu erzielen. Er selbst scheiterte dabei mit 39,2 km/h knapp an den erforderlichen 40 km/h. Bei den Junioren ist die Mindestwertung zwar nur 20 km/h, aber auch hier scheiterte Arthur Schlothauer mit 18,9 km/h denkbar knapp, während die restlichen Piloten erst gar nicht in die Nähe der Mindestwertung kamen.

Lärmschutz verhindert am Sonntag eine bessere Wertung

Der morgendliche Regen am Sonntag sorgte am Flugplatz in Königsdorf nicht unbedingt für motivierende Stimmung. Nichts desto Trotz machte man die Flugzeuge startklar, um im jeden Fall gerüstet zu sein. Die Thermik setzte dann leider auch erst recht spät ein, so spät, dass vor dem Flugzeugschleppende aus Lärmschutzgründen ab 13:00 Uhr nur Peter Haitz und Mathias Schunk gestartet sind und direkten Anschluss an die Thermik in den Bergen finden konnten. Alle anderen konnten erst deutlich später an der Winde starten, da die Thermik am Flugplatz erst viel später einsetzte. Während Mathias Schunk direkt Richtung Ammergebirge abflog, versuchte sich Peter Haitz zunächst am Blomberg und Benediktenwand. Schunk erwischte einen sehr guten Streifen und kam schnell Richtung Lechtal voran, wo er bei Flughöhen bis 3400 Meter bis zum Arlberg flog. Zwischen Arlberg und Wendelstein erzielte Schunk am Ende mit 113,2 km/h nicht nur den schnellsten Königsdorfer Schnitt, sondern auch die beste Wertung im gesamten Alpenraum an diesem Wochenende. Die guten Bedingungen meldete Schunk natürlich sofort über Flugfunk an die Kollegen. Peter Haitz brauchte allerdings in der anfangs noch sehr schwachen Thermik über eine Stunde, bis er an der Benediktenwand endlich ausreichend Höhe zum Flug Richtung Südwesten hatte. Die Bedingungen bauten aufgrund der sich nun bildeten Schauer und Gewitter leider rasch ab, dennoch kam Haitz noch auf 80,7 km/h und erzielte die zweitbeste Königsdorfer Wertung. Die restlichen Königsdorfer, die an der Winde gestartet waren und sich zunächst erst mühsam Richtung Berge vorkämpfen mussten, erreichten leider alle erst ab 15:00h das thermisch gute Gebiet und hatten dann ebenfalls mit der schnell abbauenden Thermik zu kämpfen. Johannes Beyer komplettierte mit 76,8 km/h nicht nur das Königsdorfer Trio, sondern war auch schnellster Junior. Die Juniorenwertung wurde durch Katharina Jocham (62,3 km/h) und Nikolai Wolf (61,4 km/h) vervollständigt. "Einerseits ist es ärgerlich, dass wir durch das Fluzeugschlepp Verbot leider nicht drei richtig gute Wertungen geschafft haben, aber wir sind insgesamt dennoch zufrieden, denn die Gewitter hätten auch noch früher kommen können, dann wäre es ganz eng für uns geworden", resümiert Pressesprecher Mathias Schunk die Ligarunde, bei der er selbst nach eigener Aussage das Glück hatte, gerade zum richtigen Zeitpunkt an der richtigen Stelle gewesen zu sein und deshalb einen so guten Schnitt fliegen konnte.

Tabellenführung ausgebaut

Mit nun 82 Punkten Vorsprung auf den österreichischen Verfolger SMBC Kirchdorf/Micheldorf könnten sich die Königsdorfer bereits am nächsten Wochenende die Titelverteidigung in der internationalen Alpenliga sichern. Hierzu müssten sie es bei 40 Punkten, die pro Runde vergeben werden, schaffen maximal einen Platz hinter den Österreichern zu landen. Bei den Junioren konnte das SFZ den Vorsprung auf Stadtlohn auf nunmehr 33 Punkte ausbauen. In der Bundesliga war das Mass der Dinge diesmal im Norden, sieben der ersten acht Teams erflogen ihre Wertungen bei starkem Wind im Hangaufwind des Ith und Wesergebiges, wobei der Rundensieg an den LSV Rinteln ging. Das SFZ Königsdorf bleibt Tabellenvierter und machte auf den Tabellenzweiten Donauwörth drei, auf Bayreuth als Tabellendritter sechs Punkte und auf den fünften aus Schwäbisch Gmünd sogar zehn Punkte gut. Tabellenführer Aalen ist fürs SFZ mittlerweile uneinholbar und hat den Titel drei Runden vor Schluss schon fast sicher. Genau wie in das SFZ der Alpenliga, können die Aalener sich bereits nächste Woche den Titel sichern.

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