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Mit dem Segelflugzeug auf dem Strich

Sa, 14. Okt 2017

Fritz Kraatz Gedächtnisfliegen der Segelflieger

Mit dem Segelflugzeug so nah wie möglich an der Linie zu landen galt es am Samstag beim Fritz Kraatz Gedächtnis Fliegen.

Einen Wettbewerb der etwas anderen Art fand vergangenem Samstag auf dem Segelflugzentrum in Königsdorf statt. Geht es für die Herren der Lüfte normalerweise darum möglichst große Flugstrecken im lautlosen Flug zurück zulegen, geht es im Oktober , wenn die Thermiksaison vorüber ist, beim traditionellen Ziellande-Wettbewerb darum, so nah wie möglich an einer Linie aufzusetzen. Das Fritz Kraatz Gedächtnisfliegen fand nun schon zum 21. male statt. Die Piloten des Segelflugzentrums trafen sich, um den vor 21 Jahren gestorbenen Gründervater des Flugplatzes, Fritz Kraatz zu gedenken.

Kraatz war von 1958 bis 1982 Vorsitzender der Segelfluggruppe Isartal. Beim Zusammenschluss zur Segelflugplatzgemeinschaft Königsdorf im Jahr 1963 war er der Gründungsvorsitzende. Den Aufbau des Fliegerzentrums hatte er über viele Jahre hinweg engagiert gestaltet. In seiner Amtszeit wurden die Weichen für den Ausbau der ehemaligen Sumpfwiese zu einem der heute sportlich erfolgreichstem Segelflugplätze weltweit gestellt. Heute profitieren knapp 400 Mitgliedern mit über 70 Segelflugzeugen von der Weitsicht und der unendlichen Kleinarbeit von Fritz Kraatz und seinen Mitarbeitern der ersten Stunde. Viele Piloten von heute wissen gar nicht, dass in den Anfangszeiten aufgrund des hohen Grundwasserstandes oft nur wenige Flugtage möglich waren, so wie z.B. im Jahre 1961, als es im ganzen Jahr insgesamt nur sechs Tage waren, an denen ein Flugbetrieb möglich war. So organisierte Kraatz u.a. den Grundkauf, den Bau der Asphaltbahn, um unabhängig vom Wasserstand im Moor zu werden, sowie die unbefristete Platzgenehmigung und legte so den Grundstein für den heutigen Erfolg.

Den ersten Preis beim Ziellandewettbewerb erflog sich dieses Jahr der erst 17-jährige Michael Weileder, der erst im Juli diesen Jahres seinen ersten Alleinflug absolviert hatte. Er landete das Segelflugzeug vom Typ Ka8 exakt auf der zu treffenden Aufsetzlinie und erhielt damit den Wanderpokal. Nur 50 Zentimeter weiter entfernt landete mit der normalen Aufsetzgeschwindigkeit von knapp 80 km/h sowohl Wolfgang Hake, als auch Johannes Achleitner, der vor vier Wochen den Jungfernflug des neuesten Eigenbaus der Akaflieg, der MÜ31 in Königsdorf durchgeführt hatte.

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